Hanf: Von der Jahrtausendealten Kulturpflanze zum Verbotenen Rauschmittel und wieder zurück

Hanf – eine Kulturpflanze mit langer Geschichte

Die Nutzung von Hanf reicht Jahrtausende zurück. Bereits 8.000 v. Chr. wurde Hanf in China und Zentralasien angebaut. In Europa lässt sich die Nutzung von Hanf bis 5.000 v. Chr. nachweisen. Hanf war eine wichtige Nutzpflanze für die Herstellung von Kleidung, Seilen, Papier und Textilien, so war zum Beispiel die erste lutherische Bibel auf Hanfpapier gedruckt. Auch in der Medizin und als Lebensmittel fand Hanf jeher Verwendung, die positiven Effekte der weiblichen Cannabispflanze und der ihrer Samen waren seit Tausenden Jahren bekannt. Bis ins 20. Jahrhundert war Hanf eine der am meist verbreitetsten Nutzpflanzen und Medizin.

Verbot von Hanf und die aktuelle rechtliche Situation

Im 20. Jahrhundert wurde Hanf in vielen Ländern verboten. Die Gründe dafür waren vielfältig: zum einen die Konkurrenz zu anderen Rohstoffen wie Baumwolle und Holz, zum anderen die psychoaktive Wirkung von THC und der daraus resultierenden medizinischen Nutzung, der als Vorwand genommen wurde, es mit weitaus gefährlicheren Stoffen wie Heroin und Kokain in einer Kategorie einzustufen und damit zu verbieten. Beschlossen wurde dies auf der Opiumkonferenz 1929. Das rassistisch motivierte UN-Einheitsabkommen 1961, das von den USA initiiert wurde, wurde die rechtliche Grundlage für den „modernen“ Cannabis Umgang gelegt, wie sie bis heute in vielen Ländern ist.

Die rechtliche Situation von Hanf ist heute weltweit unterschiedlich. In einigen Ländern ist Hanf für Freizeitgebrauch legal, in anderen Ländern nur für medizinische Zwecke. In Deutschland ist THC für Freizeitgebrauch illegal. Dies soll sich für Privatkonsumenten ab 01.04.2024 ändern, volljährige Personen ab 18 Jahren sollen dann in der Öffentlichkeit bis zu 25 Gramm getrocknete Blüten und zu Hause bis zu 3 Pflanzen und 50 Gramm getrocknete Blüten besitzen dürfen. Für den medizinischen Gebrauch ist es in Deutschland seit 2017 erlaubt und kann unter gewissen Voraussetzungen von Fach- Hausärzten verschrieben werden. Durch die Teil-Legalisierung ab April 2024 wird eine Erleichterung für medizinisches Cannabis erwartet. Wie diese jedoch genau aussieht, ist aktuell nicht vorhersehbar. I

Aktuelle weltweite Entwicklung weg von Hanf Prohibition

In den letzten Jahren zeichnet sich eine weltweite Entwicklung weg von der Prohibition von Hanf ab. Immer mehr Länder legalisieren Hanf für medizinische Zwecke und einige Länder auch für Freizeitgebrauch. Die Gründe dafür sind die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Hanf und die Erkenntnis, dass die Prohibition von Hanf auf jeder Ebene gescheitert ist.

Die vielfältigen Nutzen von Hanf:

Hanf hat eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten in den Bereichen Medizin, Landwirtschaft und Umwelt.

Medizin:

  • Schmerzen: Hanf kann Schmerzen lindern, sowohl akute als auch chronische

  • Übelkeit und Erbrechen: Hanf kann Übelkeit und Erbrechen lindern, die durch Chemotherapie, AIDS und andere Erkrankungen verursacht werden

  • Appetitlosigkeit: Hanf kann den Appetit bei AIDS, Krebs und anderen Erkrankungen anregen

  • Epilepsie: Hanf kann die Häufigkeit von Krampfanfällen bei Kindern und Erwachsenen mit Epilepsie reduzieren

  • Multiple Sklerose: Hanf kann die Symptome der Multiplen Sklerose wie Spasmen und Schmerzen lindern

  • Glaukom: Hanf kann den Augeninnendruck senken und so das Glaukom behandeln

Landwirtschaft:

  • Hanf als Nutzpflanze: Hanf kann als Nutzpflanze für die Herstellung von Kleidung, Seilen, Papier, Textilien, Dämmstoff und sogar Diesel angebaut werden

  • Hanf als Lebensmittel: Hanfprodukte wie Hanfsamen und Hanföl sind nahrhafte und sehr gesunde Lebensmittel

  • Hanf als Tierfutter: Hanf kann als Tierfutter verwendet werden

Umwelt:

  • Hanf als nachhaltige Alternative: Hanf ist eine nachhaltige Alternative zu anderen Rohstoffen wie Baumwolle und Holz

  • Hanf zur CO2-Bindung: Hanf kann große Mengen CO2 aus der Atmosphäre binden

 

Fazit

Hanf ist eine vielseitige Nutzpflanze mit einem großen Potenzial für die Medizin, Landwirtschaft und Umwelt. Die weltweite Entwicklung weg von der Prohibition von Hanf ist eine positive Entwicklung, die es ermöglicht, die vielfältigen Nutzen von Hanf zu nutzen.

Hinweis: Dieser Blogbeitrag dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Arzt.

1 Kommentar zu „Hanf: Von der Jahrtausendealten Kulturpflanze zum Verbotenen Rauschmittel und wieder zurück“

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